regio iT und ITEBO beschließen Kooperation

16.03.2016

Auf der diesjährigen Computerfachmesse CeBIT in Hannover unterzeichneten die kommunalen IT-Dienstleister ihre Kooperationsvereinbarung. Künftig zusammenarbeiten wollen die Partner vorrangig im Bereich des eGovernment.

Die geschlossene Vereinbarung von regio iT GmbH und ITEBO GmbH formuliert weit mehr als nur den gemeinsamen Willen, künftig enger zusammenzuarbeiten. Vielmehr haben sich die Unternehmen gleich zu Beginn auf ein konkretes Thema ihrer Partnerschaft fokussiert: Das „Bürgerportal“ der regio iT. Dieses will man künftig gemeinsam weiterentwickeln, zudem wird die ITEBO mit Sitz in Osnabrück den Vertrieb in Niedersachsen übernehmen. „Die kommunale IT-Landschaft wird zunehmend komplexer, was sich auch auf die Entwicklung und Bereitstellung unserer IT-Services auswirkt. Gerade größere Verfahren können nur dann wirtschaftlich entwickelt werden, wenn die Vermarktung überregional erfolgen kann.", beschreibt Bernd Landgraf, Geschäftsführer der ITEBO, die Motivation.

Das als wegweisendes eGovernment-Konzept ausgezeichnete Serviceportal für den Bürger bietet Online-Zugang zu kommunalen Dienstleistungen – sieben Tage die Woche, rund um die Uhr, allerorts. Über einen personalisierten Account kann der Bürger sicher mit seiner Verwaltung kommunizieren und Behörden-Dienstleistungen in Anspruch nehmen: Personenstandsurkunden, STVA-Portal (iKFZ), ePayment, Bewohnerparkausweis mit „print@home“-Funktion über Hundesteuer und Sperrmüllabholung bis zur Kita-Anmeldung und mehr. Parallel erleichtert das Bürgerportal die Verwaltungsarbeit, vereinfacht Abläufe und spart Zeit.

Über die gemeinsamen Vertriebsaktivitäten hinaus wollen die kommunalen IT-Dienstleister Apps für die Plattform entwickeln und in die Produktreihe einbringen, weitere Module sollen das Bürgerportal ergänzen. Dieter Rehfeld, Vorsitzender der regio iT-Geschäftsführung, erklärt: "Hierin sehen wir die eigentlichen Synergieeffekte unserer Zusammenarbeit: Wir möchten Bürgerportal und Bürgerkonto weiter voranbringen mit neuen Online-Diensten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Dies öffnet den Weg auch für Open Data." Und gerade hier gäbe es in Deutschland noch einiges zu tun, so Rehfeld weiter. Schließlich besetze man im internationalen Vergleich aktuell noch einen der hinteren Plätze.

Im nächsten Schritt wollen die Partner weitere Felder der Zusammenarbeit identifizieren, hier denkt man an Themen wie IT-Lösungen im Schulumfeld oder die Initiierung von gemeinsamen Forschungs- und Förderprojekten. "Wir werden sicher eine Reihe von IT-Services finden, die gemeinsam besser vorangebracht und vermarktet werden können", freut sich Bernd Landgraf darauf, das neue Band der IT von Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen noch enger zu spannen.