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Impulse für die digitale Vernetzung der Regionen, des Gesundheitswesens und der Wirtschaft.


Unter dem Motto „Vernetzt besser leben“ diskutierten die Mitglieder des Gipfel-Netzwerks die Chancen und Herausforderungen der intelligenten Vernetzung, die digitale Transformation von Wirtschaft und Bildung sowie die Fortschritte auf dem Weg hin zur digitalen Verwaltung.

Auf dem zweitätigen Gipfel stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche Initiativen vor, die die Digitalisierung erfolgreich vorantreiben. So äußerte sich auch Dieter Rehfeld, Vors. der regio iT-Geschäftsführung, zum Thema Blockchain für Kommunen und die kommunale Wirtschaft:

„Urkunden und Bescheide sollen uns Nachweise über bestimmte Sachverhalte geben – das reine Vertrauen auf Echtheit und unveränderte Weitergabe reicht aber leider oft nicht aus. So sind laut Schätzungen von Experten bis zu einem Drittel der vorgelegten Zeugnisse nicht identisch mit dem Original. Bisher wurden für wichtige Dokumente beglaubigte Kopien in Papierform verlangt. Mit der Digitalisierung von Prozessen und Dokumenten kommen neue Manipulationsmöglichkeiten hinzu, und eine Überprüfung muss einfach und für alle Beteiligten verfügbar sein. Für dieses Szenario wurde ein System entwickelt, das die Signaturen von Zeugnissen in einer Blockchain speichert und jedem Empfänger die Verifikation eines Zeugnisses über eine Webanwendung ermöglicht, sofern der Beurkundete die Adresse zu dem digitalen Exemplar weiterreicht. Im Rahmen des Digitalgipfels wird dies in einem Innovation Lab an der Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer von der regio iT GmbH und weiteren Partnern dargestellt.

Bewerbungszeugnisse sind hier nur ein Beispiel – im kommunalen Sektor gibt es viele Dokumente, deren Prüfung oft noch in Papierform erfolgt: Führerscheine, Meldebescheinigungen oder Führungszeugnisse etwa. Eine gemeinsame Infrastruktur für die Kommunalverwaltungen mit ihren Registern zur Buchführung über Zustände und Berechtigungen mit ihrem zeitlichen Verlauf auf Basis einer Blockchain – unter Berücksichtigung einer entsprechenden Berechtigungssteuerung für Zugriffe darauf – könnte Kosten und Aufwände für Verwaltungen, Bürger und Unternehmen senken.

Eine Blockchain kann insbesondere dann als technische Basis in Betracht kommen, wenn es um die Unveränderlichkeit von Daten oder den Nachweis des zeitlichen Verlaufs geht. Wer welche Daten im Internet of Things nutzt und auch dazu berechtigt war, ist u. a. Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten in dem vom BMWi geförderten Projekt SmartOrchestra.

Herkunftsnachweise in Form von digitalen Zertifikaten für regionalen Grünstrom sind ein weiteres Beispiel, in denen eine Blockchain zum Einsatz kommen kann. Hierzu wurde von regio iT gemeinsam mit PwC ein Konzept entwickelt und ein Blockchain-Labor aufgebaut. Die Gespräche mit verschiedenen Energieversorgungskonzernen über Pilotprojekte laufen derzeit. Diese haben die Bedeutung dezentraler Transaktionsmodelle für die Marktstruktur der Energieversorgung erkannt und experimentieren bereits im Bereich der Elektromobilität mit neuen Produkten. Eine intensive Beschäftigung mit der Technologie in Pilotprojekten erscheint ratsam, um die Möglichkeiten, Grenzen und die Einflussfaktoren auf die eigenen Geschäftsmodelle zu analysieren.

Ebenfalls viel Potenzial wird der Technologie im Bereich des Identitätsmanagement zugeschrieben. Die Bedeutung und Notwendigkeit neuer Lösungen für dieses Thema wird nicht zuletzt durch die jüngsten Ankündigungen von Allianz, Springer, der Deutschen Bank und anderer, einen „Generalschlüssel fürs Internet“ auf der Basis einer Identitätsplattform zu schaffen, unterstrichen.“

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